Wiesn-Beben: Der Wirt der “Münchner Stubn” will die Wiesnzelt-Vergabepraxis der Stadt europarechtlich prüfen lassen. Kaum rückt Brüssel nur in die Nähe des Oktoberfestes ist der Ärger groß – und das völlig zu Recht. Denn die Wiesn ist kein EU-Verwaltungsfall, sondern gelebte Heimat. Ein kulturelles Original, das nicht von Bürokraten fernab der bayerischen Wirklichkeit zurechtregiert werden darf.
Interessant ist nur: Ausgerechnet beim Oktoberfest merken viele plötzlich, was sie sonst widerstandslos hinnehmen. Nämlich, dass immer mehr Entscheidungen nach oben verlagert werden, während die Menschen vor Ort immer weniger zu sagen haben. Bei Festzelten fällt es auf.
Dabei ist das Prinzip überall dasselbe: Was regional gewachsen ist, sollte auch regional entschieden werden. Wer Heimat ernst nimmt, darf Souveränität nicht nur dann verteidigen, wenn es um Bierzelte und Blasmusik geht.
Die Wiesn soll bleiben, was sie ist: bayerisch, eigenständig und unverwechselbar.
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Kontakt:
Markus Walbrunn
Abgeordneter des Bayerischen Landtags
Ehrenamtlicher Stadtrat der Landeshauptstadt München
Email: markus.walbrunn@afd-landtag.bayern
