In Erlangen werden Fünftklässler nun zu „Demokratie-Detektiven“ ausgebildet. Klingt niedlich, ist aber politisch hochinteressant. 36 Kinder lernen, wie Demokratie funktioniert, interviewen Politiker und sollen am Ende einen Podcast produzieren. Alles schön und gut – politische Bildung ist wichtig. Aber die entscheidende Frage lautet: Geht es hier um echte Neutralität oder um die Verteidigung „UnsererDemokratie“ gegen den politischen Gegner?
Wenn schon Elfjährige in einer sensiblen Phase politischer Sozialisation an aktuelle Konflikte und „Demokratiegefährdung“ herangeführt werden, muss glasklar sein: Schule darf informieren, nicht formen. Demokratiebildung darf nicht bedeuten, Kindern beizubringen, welche Parteien moralisch erlaubt sind. Wer Neutralität ernst meint, muss auch unbequeme Fragen zulassen. Ich bin sicher, dass Lehrer und Ministerium hier ganz genau aufpassen.
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Kontakt:
Markus Walbrunn
Abgeordneter des Bayerischen Landtags
Ehrenamtlicher Stadtrat der Landeshauptstadt München
Email: markus.walbrunn@afd-landtag.bayern
